Rettung der eingebrannten Pfanne

Angebrannte Panne und saubere Pfanne

Wer mir auf den Sozialen Medien folgt, hat mein Malheur mit der verkohlten Quitten-Chutney Pfanne mitbekommen. Schwarz war nur ihr Vorname. Sie war richtig verkohlt, eingebrannt und ich dachte schon, sie sei hoffnungslos verloren. Aber dann hat mich der Ehrgeiz gepackt. Einfach wegwerfen ist irgendwie nicht mein Stil und auch wenig nachhaltig. Jetzt war nur die Frage, wie man Angebranntes wieder lösen kann? Also ich meine war eher sogar Eingebranntes, es war nicht nur “etwas” angebrannt.

So kam es dazu

Kennst du das: Ich wollte nur noch schnell… ? Was für eine saublöde Idee! Das geht nämlich selten gut. Ich hatte überlegt, dass das Quitten-Chutney anschliessend für 20 Minuten in den Ofen muss, zum Sterilisieren. Und wenn ich den Erdbeeraufstrich dazwischen schieben würde, wäre ich schneller, hmmm? Nope! Einmal kurz weggeschaut. Der Erdbeeraufstrich fast übergekocht. Grade noch gerettet und abgefüllt.

Dann im Chutney umgerührt. Ohhh, das fühlte sich gar nicht gut an. Sofort, und mit sofort meine ich SOFORT, umgiessen. Wenn du etwas retten willst, auf keinen Fall umrühren! Manchmal klappt das, in meinem Fall hat es definitiv nicht geklappt.

Erst fertig machen, dann drum kümmern

Ich habe also den Inhalt in eine saubere Pfanne abgegossen. Und dann gesehen, dass es sehr arg angebrannt war. Braun-Schwarz. Ich dachte erst den Fruchtaufstrich, dann alles andere. Diesen habe ich dann auch sauber in die Gläser gefüllt und beiseite gestellt.

Erst dann habe ich mich um die Pfanne gekümmert und Wasser reingefüllt. Dann habe ich sie wieder beiseite gestellt. Ich musste mich ja um den Chutney-Rest kümmern. Probiert, dunkle Teile entfernt. Ich dachte erst, es sei noch zu retten. Also habe ich es abgefüllt und eingekocht. Heiss konnte man den Fehler auch nicht gut schmecken. Aber leider nach dem Abkühlen. Eindeutig angebrannt oder wie man so schön sagt sehr ausgeprägtes Verkohlt-Aroma. Also bleibt nur entsorgen. Schade um all die Arbeit.

Tja, war lehrt mich das? Beim Einkochen wirklich nur aufs Einkochen konzentrieren und nicht noch tausend andere Dinge machen wollen. Also alles von vorne, damit ich die Bestellung am nächsten Tag ausliefern konnte.

6 Tipps bei Angebranntem

In der Community habe ich ganz viele tolle Tipps bekommen. Damit die nicht verloren gehen, stelle ich sie hier die besten zusammen:

  • Tipp 1 : 1 Spülmachinentab oder 1 TL Spülmaschinenpulver rein, und 2 cm heisses Wasser drauf. Aufkochen, leicht simmern lassen und dann über Nacht einwirken lassen.
    Das habe ich zwar nicht ausprobiert, kann ich mir aber gut vorstellen.
  • Tipp 2 : Backpulver mit Wasser, aufkochen und dann mit einer Zitronenhälfte schrubben.
    Backpulver wirkt normalerweise nicht schlecht, aber hätte hier wohl sehr viel gebraucht.
  • Tipp 3 : 1-3 TL Waschsoda plus 5 dl Wasser, auf mittlerer Hitze ca 30 – 60 Minuten simmern lassen. Über Nacht stehen lassen und dann Verkrustung lösen. (aus Smarticular)
    Habe ich getestet, wenns nicht verkohlt ist, wirkt es sicher gut.
  • Tipp 4 : Natron und Essig, aufkochen und über Nacht stehen lassen. (aus dem Netz)
    Habe ich gemacht, hat immer viel gelöst. Aber schlussendlich musste ich doch noch kratzen.
  • Tipp 5 : Ofenreiniger dick einsprühen, dann Klarsichtfolie drauf und eine Nacht stehen lassen.
    Ofenreiniger hatte ich probiert, aber wahrscheinlich viel zu wenig lang einwirken lassen. Bei meinem Objekt ist da gar nichts passiert. Aber ich werde es nächstes Mal (ich hoffe es gibt kein nächstes Mal) über Nacht einwirken lassen.
  • Tipp 6 : Stangensellerie schneiden, mit heissem Wasser aufkochen, kochen lassen und dann sollte es glänzen.
    (aus 5-Minute Crafts)
    Würde ich zugern mal testen 🙂

So habe ich es gemacht

Leider habe ich den Fehler gemacht und die Panne erst beiseite gestellt. So konnte das ganze nochmal richtig anbacken und war anschliessend eine harte schwarze Schicht, fast wie Teer. Und weil ich mich so über mich selber geärgert habe, habe ich einfach Wasser und Spüli rein, Deckel drauf und einen Tag stehen lassen.

Hat natürlich nix genützt. Dann habe ich es mit Tipp 4 gemacht. Damit ging einiges weg, und wenn ich es sofort gemacht hätte, dann hätte es funktionieren können. 3-4 Mal habe ich das ganze wiederholt. Mit der Kelle immer kräftig geschabt.

Dann habe ich noch Tipp 3 mit dem Soda ausprobiert. Das hat gar nichts genützt. Also zurück zu vier. Wobei die 1 und die 2 kann ich mir auch vorstellen. Und irgendwann dachte ich mir, entweder geht es jetzt oder ich schmeiss das Ding weg. Also bediente ich mich rabiateren Methoden.

Manchmal ist Gewalt eine Lösung (selten, aber hier schon)

Der Ceranfeldkratzer kam zum Einsatz. Damit habe ich praktisch den ganzen Bodensatz rauslösen können. Natürlich schon mit Gefühl und nicht so grob. Ich wollte ja nicht alles zerkratzen. Damit konnte ich endlich die schwarze klebrige Masse lösen. Jetzt noch mit so einem Spezial-Pfannenschwamm drüber und endlich glänzt sie wieder, wie neu. Was für ein Aufwand! Den ich mir hätte sparen können, wäre ich konzentriert gewesen.

… und zum Schluss noch dies

Alles wieder in Ordnung. Auftrag ausgeliefert, Pfanne sauber. Wobei es mich schon noch wunder nimmt, ob der Tipp 5 auch geholfen hätte. Aber deswegen etwas anbrennen lassen, das finde ich dann doch etwas blöd. Und auch wenig nachhaltig.

Tipp 1 -4 kann ich auf jeden Fall empfehlen. Aber noch wichtiger ist wohl, schnell zu handeln. Und am allerwichtigsten ist, präsent zu sein. Sich die Ruhe fürs Kochen zu nehmen. Schnell, schnell ist immer ein schlechter Ratschlag fürs Einmachen. Ich habe es mir auf jeden Fall dick hinter die Ohren geschrieben!

Herzliche Grüsse aus der Schreibküche

Frau Rührwerk

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