Vorratsinventar, meine Kochchallenge

Küchenschrank mit verschiedenen Vorräten, die im Januar wärend der Aufräumchallenge optimiert und verarbeitet werden sollen.

Tschüss 2020, hallo 2021

Das verrückte 2020 hat sich verabschiedet. Gefeiert haben wir als Familie und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen. Wir haben gut gegessen, einen schönen Film angeschaut und dann online mit Freunden angestossen. 

Der Abschied war laut

Laut war es! Kam es mir nur so vor, oder haben alle ausser wir Feuerwerk gekauft? Es kam mir vor, als sollte das Alte Jahr weggesprengt werden. Unglaublich, der  wunderbare Funkenregen! 

Der Start ist kalt

2020 ist Vergangenheit. Dieses Jahr, das so vieles verändert hat, das uns als Gesellschaft so viel abverlangt hat. Das mich sehr an meine Grenzen gebracht hat, mich aber auch hat wachsen lassen. Und nun ist bereits 7. Januar 2021. Ferien sind vorbei, die Kids wieder gestartet. 

Was auch da ist, ist der Winter. In meiner Produktion, die früher mal ein Schlachthaus war, ist es gerade mal 10 Grad warm, respektive kalt. Klar hab ich ein Öfeli, aber bis das Gebläse meinen hohen Raum geheizt hat, braucht es etwa zwei Stunden und braucht recht viel Energie. Darum steht produzieren grad nicht ganz zu oberst auf meiner Liste. Wobei ich mich in der nächsten Woche an die Wettbewerbs-Gläser für die „Original World’s Marmalade Awards“ machen muss, sonst schaffen es meine Gläser nicht nach England. Ich hoffe die Post funktioniert trotz „Brexit“ einwandfrei. 

Vorratsschrank mit diversen angefangenen Vorräten.

Meine Challenge: Vorrat aufräumen

Aufräumen daheim ist angesagt! Das mit dem Aufräumen ist für mich immer zwischen Thema zwischen den Jahren und begleitet mich in den Januar hinein.

Dieses Jahr habe ich mir etwas Besonderes vorgenommen: Meine Vorräte.
All die Dinge die man so kauft und dann doch nicht isst, respektive verkocht. Die in Schränken und Schubladen wohnen. Manchmal weiss ich gar nicht mehr, warum ich etwas habe. Manchmal habe ich es für ein Rezept gekauft und dann doch nicht gebraucht. Höchste Zeit, da mal meinen Vorrat aufzuräumen. 

10 Gute Gründe um den Vorrat aufzuräumen

  • Meine Küchenvorräte sind voll.
  • Im Keller habe ich ein volles Vorratsregal mit den Einmachgläsern.
  • Im Keller steht ein Tiefkühler (ok. noch zwei vom Rühr-Werk, aber die zählen hierbei nicht).
  • Ich weiss gar nicht was ich alles habe.
  • Es gibt Dinge die ich zwar habe, aber nie brauche. 
  • Ich koche immer das Gleiche. 
  • Ich kaufe Neues, statt Altes zuerst aufzubrauchen (4x Weissmehl, halbvoll). 
  • Ich kaufe Dinge, die ich ohne viel Aufwand selber machen kann.  
  • Ich behaupte mit unseren Vorräten könnten wir locker 1-2 Monate leben. 
    (und das nicht, weil ich wegen des Lockdowns gehamstert hätte).
  • Ich mag solche Herausforderungen. 
Handgeschriebene Liste aller vorhandenen Vorräte

Das Vorgehen

  1. Inventarliste erstellen
    Dazu alle Vorräte herausnehmen, aufschreiben wieviel von was da ist. 
  2. Schubladen und Regalböden reinigen
  3. Gaaanz Altes aussortieren.
    Bei mir sind das Gewürze, die ich nie brauche und die schon 2015 abgelaufen sind. Die gebe ich auf den Kompost. 
  4. Gleiches entweder zusammenleeren oder in den gleichen Schrank räumen
    Es kommt vor, dass in einer Schublade, einem Schrank und im Keller das gleiche Produkt zu finden ist. Mein Göttergatte hat da ein anderes System. 
  5. Dinge die noch gut und ungeöffnet sind, eventuell verschenken, wenn ich sie nicht verwenden will oder viel zu viel von etwas habe. Ein gutes Beispiel dafür sind meine drei  Schachteln Brennesseltee, denn ich überhaupt nicht mag 😉 
  6. Mehrfach Produkte nach Datum ordnen. 
  7. Dinge die ich diese Woche verkochen will, gleich draussen lassen
  8. Ah ja, den Kühlschrank dabei nicht vergessen!

Soweit, so gut. Jetzt folgt die eigentliche Herausforderung.

Das Aufbrauchen und Verwerten

Heute gibt es bei Rührwerks Gerstensuppe mit eingefrorenem Suppengemüse und Brot. Rollgerste aus dem Vorrat, einmal Suppengemüse war im Tiefkühler, weil ich immer wenn ich Gemüse für Suppe kaufe gleich mehr davon blanchiere und dann einfriere (für mindestens drei Suppen ist noch Gemüse da), Speckwürfel hatte ich ebenfalls im Tiefkühler und Gemüsebouillon ist immer im Vorrat. So und jetzt noch all das von der Liste streichen, damit die „Buchhaltung“ wieder stimmt. 

Jetzt heisst es jeden Tag überlegen, was ich kochen will. Sonst bin ich ja eher die spontane Köchin. Aber manchmal fällt mir dann auf die schnelle nichts ein. Nudeln gehen schnell und etwas dazu findet sich immer. Reis, Bulgur, Couscous oder Kartoffeln sind jedoch genau so lecker und brauchen nicht viel mehr Zeit. Also ran an den Kochtopf. Und wenn ich nicht weiss, was ich mit etwas kochen soll, frage ich einfach Tante Google, die hat immer eine Idee. 
 

Frisches ist ausgenommen

Man könnte es natürlich auf die Spitze treiben und 4-6 Wochen gar nicht einkaufen gehen. Kann man machen, muss man aber nicht. Alle nachen ihre eigenen Regeln. Ausserdem hatte ich nur zum Start nur einen Eisbergsalat, und das ist mir dann doch zu wenig Frisches. 

Und ja klar: Den muss ich brauchen, bevor er Kompost ist und das gleiche gilt für die Kartoffeln im Schrank. Die Zwiebeln wachsen schon etwas, aber das verwende ich einfach als Frühlingszwiebel. 

Dinge die ich kaufe, obwohl ich noch genug davon habe

Kennst du das auch? Da stehst du im Laden und bist überzeugt, dass du Mayonnaise kaufen musst, weil es daheim keine mehr hat. Ausserdem ist gerade ein Sonderangebot drei-für-zwei. Du denkst, wie gut und kaufst Mayonnaise. Nur daheim stehen schon zwei Tuben im Schrank. Du hättest schwören können, dass es keine einzige mehr hat! Bei mir ist es wahlweise Backpulver, Puderzucker oder Reis.  

Hast du auch so ein Produkt, das du immer kaufst, weil du total sicher bist, nichts mehr davon zu haben und daheim hast du es schon doppelt im Schrank?
Daran muss ich im 2021 wohl noch etwas arbeiten. Eine Einkaufsliste für Vorräte  könnte da Abhilfe schaffen. 

Und zum Schluss noch dies

Ich werde die nächsten Wochen darüber berichten, was sich in meiner Küche tut. Und welche Schlüsse ich daraus ziehe, wie ich meinen Vorrat aufräume.

Es ist nicht mein Ziel verbissen nur mit dem zu kochen was ich habe. Es geht mir viel mehr um das Bewusstsein und Vielfalt in der Küche. Vielleicht könnte man es etwas mit Fasten vergleichen. Verzicht auf Konsum. Verzicht auf „immer alles gleich kaufen“, obwohl noch so viel anderes da ist. Ein kleines Experiment für mich und meine Lieben. Am Schluss möchte ich gerne festlegen, was bei uns immer im Vorrat sein soll und auf was wir gerne verzichten können. Um sinnvoller und weniger einzukaufen. 

Letzthin schrieb jemand, sie gehe jeweils in ihrem Kellerladen einkaufen. Wie toll ist das denn!? Ich nenne meinen Keller ab sofort auch so. Noch stehen da nämlich einige Gläser mit den Genüssen des Sommers. 


Hast du auch Lust mitzumachen und deinen Vorrat aufzuräumen? Inventar aufnehmen und einkaufen bei dir selber? Schreib mir doch einen Kommentar und lass es mich wissen wie es dir damit geht, oder was du darüber denkst würde mich natürlich auch interessieren. 

Herzliche Grüsse
Frau Rührwerk

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2 Idee über “Vorratsinventar, meine Kochchallenge

  1. Avatar
    Margaretha Schedler sagt:

    Bewusstsein und Vielfalt in der Küche, liebe Karin, das ist genau mein Ding! Und echt, wenn ich darüber nachdenke, reizt mich der Gedanke wieder mehr „Gutes in Gläser“ zu bringen sehr.
    Meine Inventur war schnell gemacht und mein „Lehrling“ hat wieder etwas gelernt.
    Ich freue mich auf weitere Deiner Artikel.
    Liebe Grüße
    Margaretha

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